Hamburg-Berlin-Köln(-Hamburg) 2014

Über 1500 Kilometer Strecke, 12500 hm, 71 Starter, 40 Helfer und ein Bürgermeister (Mess- und Zählfehler nicht ganz ausgeschlossen). Das ist jetzt schon wieder eine Woche her und es wird Zeit für eine kurze Nachbetrachtung.

Die Vorbereitung für so eine Veranstaltung beginnt schon im Vorjahr. Der Startort und die Kontrollstellen müssen ausgeguckt werden und die Strecke muss überprüft werden. Außerdem muss die Veranstaltung bekannt gemacht werden. Auch wenn wir inzwischen eine gewiße Erfahrung mit unserem Superbrevet haben, in vier Jahren ändert sich doch einiges. Und Heino, unser 1. Vorsitzender, hatte auch nicht so richtig Lust. Jedenfalls stand die Frage im Raum, ob man die Veranstaltung nicht mal ausfallen lassen könnte. Wir waren uns einig, wenn wir HBK 2014 ausfallen lassen, werden wir uns sehr schwer tun, es 2018 stattfinden zu lassen.

Also waren wir im März 2013 beim Bürgermeister in Großhansdorf verabredet. Der Audax-Club bekam das Schulgelände zur Verfügung gestellt und damit waren wir im Wort. HBK 2014 findet statt!      

Das Schulgelände war die erste Änderung gegenüber 2010. Das Gelände erwies sich für unsere Veranstaltung als gut geeignet, es war aber auch den Pächter der Kantine zu berücksichtigen. Hat alles gut geklappt.

Zur Vorbereitung gehörten auch die aktualisierten Veranstaltungs-Flyer. Damit haben wir dann einige Vereinsmitglieder über den Kanal (LEL) geschickt.

Anfang 2014 wurde es dann langsam ernst. Heino hatte eine schwere Operation zu überstehen und würde auch für die Veranstaltung selber, nur bedingt zur Verfügung stehen. Aber in der Vorbereitung, insbesondere bei der Abstimmung der Kontrollstellen, hat er natürlich auch von zu Hause aus, kräftig mitgemischt. Und da gab es einige Umplanungen gegenüber 2010. Das Naturfreundehaus in Herkenrath gibt es so wohl nicht mehr. Aber das Schloß Eulenbroich (Rösrath) kannten wir schon aus 2006. Und auch mit der Hauptkontrolle (Gepäckdepot) bei Brilon, mussten wir nach Petersborn umziehen. Und auf den Vereinsabenden gab es noch so einiges zusätzlich abzustimmen.

 

Im Mai sind wird dann die Strecke zum ersten Mal abgefahren. Wir kamen allerdings nur bis Hoya. Die Reststücke haben wir dann noch nachträglich aufgenommen. Ziel des Abfahrens war eine korrekte Streckenbeschreibung. Die Umsetzung der Erkundungsergebnisse in die Streckenbeschreibung, erwies sich als nicht ganz so effektiv und harmonisch, wie wir uns das gedacht hatten. Jedenfalls hatte das Schlussteam auch noch erhöhten Gesprächsbedarf. Wir denken darüber nach, ob man auf die Streckenbeschreibungen ganz verzichten sollte und nur mit Track und gedruckter Karte auskommt. Aber das sind Entscheidungen für 2018. Wir haben auf der Strecke ein paar schöne Baustellen gefunden. Die waren dann zur Veranstaltung nicht mehr da, dafür gab es andere.

Am Schluss hatten wir einen Zeitplan und auch sonst war alles fast klar. Der Audax Club hat jetzt sogar ein universell einsetzbares Banner. Die Richtungsschilder für Nah-Ausschilderung der Kontrollstellen hätte ein wenig mehr rot aber gut vertragen können.

Am Freitag, dem Tag 0 von HBK, konnte Andrea sich freuen und die Teilnehmer in der Mensa der Schule begrüßen. Michael und Hermann kümmerten sich um die Streckeninfo. Teilnehmer, die Probleme mit dem runterladen der Tracks hatten, wurde geholfen.

Wir haben das angelieferte Essen für die Nudelparty verteilt. Aber es gab noch das vegane Problem mit der Küche. Da waren durchaus einige Portionen vorbereitet, aber der Herd ließ sich nicht erwärmen.

Die Gemeinde hatte dankenswerter Weise Geld für einige Pokale gestiftet. Für das nächste Mal müssen wir aber noch mal in uns gehen, wie und für was wir Pokale vergeben. Unser Problem ist, das wir die Pokale möglichst vorher loswerden wollen, weil nach die Teilnehmer nach der Veranstaltung so nach und nach eintreffen. Immerhin bietet sich mit den Pokalen die Möglichkeit, das eine oder andere zu einzelnen Teilnehmern und auch zur Veranstaltung zu sagen. Aber wie kriegt man alle auf einen Haufen? Das geht nur am Start.

Und der Start war am Sonnabend, den 9.8. Pünktlich um 6:08 Uhr, nachdem der Großhansdorfer Bürgermeister Janhinnerk Voß an den Teilnehmer mit der weitesten Anreise übergeben hatte, ging es los. Aber vorher hatte es schon Frühstück in der Mensa gegeben. Der Tag war für die Beteiligten also schon etwa 2 Stunden alt und es war noch kein Kilometer absolviert.

Bei so einer Tour muss man als Veranstalter auch an die Verkehrsregeln denken. Da ist die konkrete Straßenplanung hin und wieder, manche meinen auch oft, nicht besonders hilfreich. Wir hatten Rennräder, Liegeräder und Velomobile am Start. Alle ohne Motor und damit für unsere Veranstaltung zulässig. Aber so ein Velomobil auf dem Radweg und dann noch zusätzliche künstliche Hindernisse? In Schwarzenbek kommt man jedenfalls nicht auf der normalen Straße (da stehen entsprechende Verbotsschilder) über die Bahngleise, sondern muss durch den Fußgängertunnel. Korrekt wie wir sind, haben wir das so zusätzlich ausgeschildert. Wer von Großhansdorf mit dem Rad nach Berlin will und über Schwarzenbek fährt, kommt da nicht unbedingt drauf.

Kurz vor Boizenburg gab es Kontakt mit der örtlichen Polizei. Eine schnelle Gruppe war mit dem Rad auf der Fahrbahn der B5 unterwegs. Autofahrer hatten sich beschwert. Will man nicht haben, es blieb bei Ermahnungen.

Der Start in Großhansdorf verlief trocken, aber unterwegs gab es einige, zum Teil heftige, Schauer. Hajo, im Velomobil unterwegs, ließ sich davon aber nicht abhalten. Wir mussten uns im Begleitfahrzeug beeilen, damit wir vor ihm an der Kontrolle in Nauen waren. Das gelang nur bedingt. Wir hatten zwar schon unser Audax Club Banner am Zaun der Badeanstalt montiert, aber der Laptop war noch nicht hochgefahren als er eintraf.

Das Stadtbad in Nauen hat ein Festzelt auf dem Gelände, das uns für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt wurde. Unsere Teilnehmer wurden vom „Bademeister“ verpflegt, wir hatten uns vor allem um die Zeiterfassung zu kümmern. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Allerdings macht das Bad um 20:00 Uhr zu. Wenn man mit 12 km/h rechnet, eigentlich zu früh. Wir sind allerdings der Meinung, dass man auf dem flachen Stück bis zum Harz Zeit rausfahren muss um ein Zeitpolster für die Berge zu haben. Der letzte Teilnehmer kam um 20:05 Uhr. Wir haben ihn noch erfasst. 

Auf dem Bild ist übrigens Petra. Sie hat ein paar Wochen zuvor einen 24 Stunden-Rekord für Frauen aufgestellt. Kurz hinter der Kontrolle gab es den letzten Schauer des Tages und es gibt ein paar schräge Bahnschienen. An Petra's Fahrzeug hat sich da die Spur verstellt. Sie musste aufgeben. Außerdem gab es an der Stelle noch Stürze mit normalen Rädern und eine weitere Aufgabe. Nächstes Mal werden wir die Strecke umlegen.    

Matthi und ich waren im Auto von Nauen nach Ditfurt unterwegs. In Brandenburg an der Havel wurden wir geblitzt. Tempo 30 wegen Lärmschutz. Hätte Hajo im Velomobil da eigentlich schneller fahren dürfen? Die Lärmschutzbegründung hätte in dem Fall ja nicht so richtig gepaßt. Über den Autohof Schopsdorf (Zwischenkontrolle ohne Zeiterfassung) erreichten wir dann die nächste Hauptkontrolle. Wir wollten jetzt vor allem schlafen. 

Das Heimatmuseum ist für uns ein idealer Kontrollort. Es gibt Räume zum Übernachten, ein paar Duschen und eine Küche. Und man kann es für solche Veranstaltungen mieten. Die Teilnehmer werden sich über das noch gut erhaltene Kopfsteinpflaster gefreut haben. Auch die Tatsache, dass der Ort, hochwassergeschützt, etliche Höhenmeter über der Bode liegt wird, mehr oder weniger, gut angekommen sein. Gedanklich sind wir bei der Streckenplanung davon ausgegangen, dass der durchschnittliche, aber gut vorbereitete HBK-Starter in der Nacht zum Sonntag hier eintrifft. Dazu sind zwar gut 450 Kilometer zu absolvieren, aber die Strecke ist überwiegend flach und man ist ausgeruht gestartet. Dann ein paar Stunden 

Schlaf und am frühen Morgen wieder los um das Stück bis Petersborn (ca. 280 km) am Sonntag (2.Tag) überwiegend bei Tageslicht zu fahren.

Aber was nützt die schönste Dusche, wenn die Verbindung zum Internet über den Funkstick nicht klappt? Wir haben die Zeiteinträge später nachträglich hochgeladen bekommen. Es haben sich auch nicht alle an unsere Zeitvorstellungen gehalten. Aber Sonntagmittag wurde die Kontrolle geschlossen. Früh am Morgen war es noch trocken, dann gab es ein paar Schauer und am Nachmittag schien die Sonne. Da waren Matthi und ich aber schon, das Auto beladen mit Decken und Iso-Matten, an der Leine.

Wir sind auf der Strecke nicht allzu vielen Teilnehmern begegnet. Man hatte sich am 2.Tag schon ziemlich auseinandergefahren. Auf dem Bild sieht man übrigens Hans-Hermann. Er hat da gerade die Steigung hinter Hofgeismar hinter sich. Und bis Petersborn kommen noch einige. Außerdem sieht man, dass es auch ein wenig Wind gab. Tendenziell kam der von vorne. Dafür wurde man mit schönen Einblicken in die Landschaft belohnt. Für den Blick auf die Schönheit der Landschaft muss man sich erst mal „warmsehen“ wink. Auch in dieser Hinsicht diente der Streckenabschnitt zwischen Harz und Sauerland, der Vorbereitung. Der Vorbereitung auf den schwersten Abschnitt hinter Petersborn.

Auch in Petersborn gab es kein „richtiges“ Internet. Die Kontrollstelle konnte aber über D-Netz und Smartphone die Zeiten der Teilnehmer auf unsere Audax Club Homepage bringen. So viele Decken und Matten, wie ich im Auto hatte, wurden gar nicht gebraucht. Wir haben uns dann erst mal verpflegt; Conny kann übrigens auch Bratkartoffeln.   

Die ersten Teilnehmer waren am Sonntagabend zwar schon angekommen, aber eigentlich lief der Betrieb an der Kontrollstelle sehr ruhig. Wir machten uns allerdings etwas Sorgen um das Wetter. Die nächste Regenfront war im Anzug.  

Geschlafen habe ich relativ gut. Zum Duschen muss man raus und halb um das Schützenhaus rum. Über dem Pinkelbecken hängt ein Spiegel, über dem Waschbecken neben der Dusche nicht. Bärbel wird es verstehen, wenn ich unrasiert in Rösrath auftauchen werde. Da war noch ein fertig konfigurierter Laptop für die Zeiterfassung abzuliefern. Matthi blieb in Petersborn.

Der Regen war in der Nacht durch, Montag blieb es trocken. Auf der Strecke überholte ich einige Fahrer, aber allzu viele waren es nicht.   

 

 

 

 

 

 

 

Die ersten Fahrer waren in Rösrath bereits eingetroffen und es gab eine richtige Internet-Verbindung! Bärbel hatte Ihre Helfer für die Kontrollstelle im Schloss Eulenbroich aus ihrer örtlichen Bekanntschaft gewinnen können. Frank ist EDV-Kollege und die Bedienung der Zeiterfassung war in 5 Minuten erklärt. Ich konnte ein paar Fotos und zwei kurze Blogeinträge zu den vergangenen Tagen ins Netz stellen und damit war alles in Ordnung. Aber auch Bärbel ist nie ganz zufrieden, für HBK in vier Jahren sucht sie einen Anlaufpunkt mit Duschmöglichkeiten.  (Helen hat einen ausführlichen Bericht  http://www.auntiehelen.co.uk/helping-at-hbk-audax-control/   rund um die Kontrolle Rösrath geschrieben)

Auf dem Rückweg kam mir Peter in orangen Velomobil sehr langsam vor. Er hatte Reifenprobleme, würde aber bis Petersborn durchkommen. Wir hatten Zeit und zusammen mit Ralf fuhr ich Peter wieder entgegen. In seinem Gepäckstück hatte er eine Ersatzmantel, den haben wir dann ausgeliefert. Bei der Aktion ist dann auch das folgende Bild entstanden (es hätte wohl noch steilere Streckenvarianten gegeben).    

 

Ich durfte noch eine Nacht die Annehmlichkeiten in Petersborn genießen und habe auch relativ gut geschlafen. Diesmal entschied ich mich für die Rasur und verzichtete auf die Dusche. Es war das Gepäck der schnelleren Teilnehmer und der Kurzfahrer nach Großhansdorf zurück zu transportieren. HBK ist gut 1500 Kilometer lang, Kurzfahrer sind Teilnehmer, die in Petersborn feststellen, dass das eigentlich eine ganz schön lange Strecke ist und sich dann entscheiden, auf den Abstecher nach Rösrath zu verzichten. Dann kann man auch direkt nach Großhansdorf zurück fahren und hat mit ca. 1100 Kilometer ein wenig mehr getan, als auf dem Sofa mit der Fernbedienung. Auch für uns als Organisatoren ist das die bessere Variante. Jedenfalls besser, als aus dem Zeitlimit zu fallen und dann doch aufzugeben.

Einige mussten oder wollten aber auch gar nicht mehr. So stellte sich auch die Frage: Harald oder Matthi? Matthi konnte sich in Petersborn noch voll einbringen. Von Harald habe ich mir dann auf dem Rückweg über Lindern, Stil und wahrscheinliches Entstehungszeit einiger Kirchen am Wegesrand erklären lassen.

Wir sind dabei nur wenigen Fahrern begegnet, hatten in den Ortschaften auch leichte Problem auf der Strecke zu bleiben und entschlossen uns an einer Baustelle, die Abkürzung über die Autobahn zu nehmen. Zwischen Petersborn und Lindern liegt noch der Teutoburger Wald, aber das Profil ist deutlich flacher als das Rothaargebirge und eigentlich geht es nur noch bergab. Außerdem gab es jetzt überwiegend Rückenwind.  

Andrea und Ludger hatten im Feuerwehrhaus von Lindern ein junges Helferteam im Einsatz. Peter im orangenen Velomobil war gerade vor Ort und ließ sich vom Lokalreporter ablichten. Ich war beeindruckt von Andreas Rechenmodell, das aussagte, wann denn mit den nächsten Teilnehmern zu rechnen ist. Was macht frau nicht alles, um den Startern pünktlich die warme Suppe (da war Ludger zuständig) auf den Tisch zu stellen.

 

In Großhansdorf war noch nicht viel los. Hajo wartete zwar schon auf sein Gepäck, aber er war mit seinem Velomobil auch so einiges schneller als alle Anderen und auch schneller als wir uns das planerisch vorgestellt hatten. Und Günter war auch da, er hatte Knieprobleme an den Steigungen und entschied sich für die kurze Streckenvariante. Jochen fragte mich nach dem Sinn des Schutzfilters vor dem Objektiv. Klar ist, optisch wird es damit nicht besser. Die Spuren auf der Fassung bewiesen aber, dass das Objektiv mit Filter länger lebt. Dienstagabend konnte ich wieder im eigenen Bett schlafen, aber so richtig zuhause angekommen war ich noch nicht.

 

Am Mittwoch habe ich mich dann um meine Bilder gekümmert. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, an der Strecke zu fotografieren. Aber 71 Starter auf 1500 km verteilt sind gar nicht so viele und dann waren da noch die Transportaufträge. Ein paar Bilder sind es noch geworden (Hinweis: Bilder sind über die aktuellen Tages Blog-Artikel verlinkt). Der Mittwoch war aber der Tag, an dem die meisten Finisher erwartet wurden. Und da brauchte ich noch Bilder mit Leuten am Hamburger Ortsschild und am Ortseingang von Großhansdorf. Auf der Strecke erwischte ich Helle und Ulrich in der Winsener Marsch. Zwischen Mais und Schilf wirkt es auf meinem Foto so, als ob sie irgendwo in den Tropen unterwegs sein könnten.

Und ich hatte mit den Beiden auch meine Akteure für das Hamburger Ortsschild gefunden. Die Strecke von HBK führt bei Altengamme tatsächlich über Hamburger Gebiet. Da kommt wohl insgesamt mehr als ein Kilometer zusammen.

 

Von zwei FahrerInnen hörte ich unabhängig voneinander, dass der Wald zum Schluss, ganz entsetzlich zu fahren gewesen sei. Es ist der Sachsenwald, das größte zusammenhängende Waldgebiet, das Schleswig Holstein zu bieten hat. Ich finde den gar nicht so schlimm. Wenn ich da fahre, dann scheint allerdings in der Regel die Sonne. Und die Sonne schien auch als ich die kleine 4-Mann Gruppe erwischte, die kurz nach Helle und Ulrich unterwegs war.      

 

In Großhansdorf saß man nach der Strecke noch in kleinen Gruppen zusammen, erzählte sich dies und das oder legte sich in der Sporthalle schlafen. Das Gepäck für diese Fahrer traf erst am frühen Abend ein. Die Kontrollstelle Petersborn hatte am Mittag alles aufgeräumt. Der Kontrollschluss war zwar schon um 4:00 Uhr morgens, aber auch Teilnehmer außerhalb des Zeitlimits hatten noch eine Chance auf Versorgung. Nur Andrea und ihr Team waren in Lindern noch aktiv. In Großhansdorf stellte jemand die Frage, ob so eine Abschlussveranstaltung nicht ganz schön wäre. Ja wäre es wohl, aber wie bekommt man alle Teilnehmer zum Schluss zusammen?

Am Donnerstag, mittags hätte Schluss sein sollen. Und am Vormittag trafen auch noch etliche Teilnehmer ein und freuten sich über die erfahrene Strecke und die eigene Leistung. Und das zu Recht. Andere verabschiedeten sich, Jochen musste sich um das Paket mit dem Autoschlüssel für Luigi kümmern. Es ist alles gut gegangen, aber zwischendurch war alles ganz aufregend. Ab Mittag wurde ausgefegt und aufgeräumt. Michael hatte die Spätschicht übernommen. Er blieb noch bis 21:00 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wird den Helfern wie den Teilnehmern gegangen sein. Hinterher ist man müde. Aber schön war es!

Der Audax Club bedankt sich bei allen Helfern und Unterstützern! Besonders auch bei denen, die gar nicht unserem Verein angehören. Danke für die Örtlichkeiten an den Kontrollstellen und einen besonderen Dank an die Gemeinde Großhansdorf und ihren Bürgermeister. Und zum Schluss: Herzlichen Glückwunsch allen, die es geschafft (oder wenigstens versucht) haben! 

Ergebnisse

Fotos von Jochen

Link von Lars (Revolverheld sind bestimmt verkappte HBK-Randonneure)

 

Kommentare

Das wäre aber schade

Hallo Burghard,
mit Erschrecken lese ich in deinem Bericht, dass ihr für 2018 überlegt, auf die Streckenbeschreibung ganz zu verzichten und nur den Track und die gedruckte Karte anzubieten. (Ich weiß das ist ein blöder Aufhänger für einen Kommentar zu so einer einmaligen Veranstaltung - Verzeihung aber da war ich schon ein bißchen schockiert). Und was machen Radler wie ich dann? Nun gut, vielleicht bin ich / sind wir jetzt kein Maßstab und antiquiert mit meiner/ unserer Auffassung vom Radwandern und stehe / stehen mittlerweile ziemlich alleine da. Auch das Radwandern wird immer technischer. Für mich unverständlich. Das Abradeln von langen Touren mit ´ner einfachen Kiste, die was abkann und unterwegs mit wenig Aufwand wieder flott zu machen ist, das ist mein Ding. An der braucht es keinen Tacho (Ich hatte mal einen geschenkt bekommen, der mich nur nervös gemacht hatte und ich froh war, als die Batterien ihren Dienst aufgaben) oder ein GPS - Gerät oder sonst eine Navigationshilfe die mit der Ursprungsidee des Radwanderns wenig zu tun hat. Ist es nicht die Idee Brevets ganz auf sich gestellt zu bewältigen mit wenig Aufwand und in zeitweiser Geselligkeit mit Gleichgesinnten? Ich werde die Streckenbeschreibung 2014 in Ehren halten und gut beseite legen müssen, wenn ihr denn zu dem endgültigen Entschluss kommen solltet. Ich verstehe euch sehr gut. Viel Arbeit für wenig Nutzen/ Nutzer. Ich bin einer von diesen, der den Aufwand zu schätzen weiß und euch sehr dankbar dafür ist. Die von mir zusammengefummelte Streckenbeschreibung für die Hin- und Rückfahrt nach Großnhansdorf werde ich mir 2018 neu gestalten müssen. Die war bei Weitem nicht so perfekt, wie eure von der 1500er Strecke. Habe einige Teilabschnitte schon während der Hinfahrt überdenken müssen und mich auch auf dem Rückweg teilweise durch Menschen vor Ort belehren lassen müssen, dass das so wie ich es vorhatte, nicht geht. Hatte aber auch was für sich; einige tolle Gespräche geführt.
Noch einmal einen recht herzlichen Dank an euch Alle, die ihr die Veranstaltung (wieder einmal) so hervorragend geplant, organisiert und durchgeführt habt. Wie mir geht es vielen Anderen (wie ich das im Netz verfolge), die teilgenommen haben, und bestimmt noch lange von den unterwegs gewonnenen Eindrücken / den geführten Gesprächen /  und eurer Gastfreundschaft zehren werden.
Dir persönlich ein Dankeschön für deinen Bericht, der kurzweilig und informativ den Ablauf des Brevets aus deiner Sicht, aus der Sicht eines der Veranstalter, wiedergibt. Eine andere aber nicht weniger interessante Sichtweise der Veranstaltung und eine gute Erklärung dafür, dass ihr ein toller Verein seid, der von dem Enthusiasmus seiner Mitglieder (über)lebt.
Lieben Gruß vom
Andreas aus dem Ruhrgebiet

Streckenbeschreibung

Vielen Dank, Andreas, für Dein Plädoyer für die störungsrobuste Wegbeschreibung per Papier. Keine Angst, du stehst nicht ganz alleine mit Deiner Einstellung.
Wow, du verzichtest sogar auf einen Tacho?! Das ist darüber hinaus ziemlich beeindruckend.

Benutzungspflicht für Velomobile

Hallo,
das Velomobil ist ein Dreirad und damit den bei einspurigen Fahrzeugen auftauchenden Pendelbewegungen nicht ausgesetzt. Damit ist auch eine Benutzungspflicht eines Radweges für solche Fahrzeuge nicht mehr zu begründen, auch wenn die Breite des Dreirades größer ist als die Pendelbreite eines einspurigen Fahrzeuges (was bei geübten RennradfahrerInnen sicherlich der Fall sein dürfte). Einzige Ausnahme dürfte eine gewisse Seitenwindempfindlichkeit des Dreirades sein. Dem ist ein motorisiertes einspuriges Fahrzeug aber auch ausgesetzt, insofern dann zu Null.
Ein aufschlussreicher Thread ist unter http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?s=bdc07c062352ad015c6685c23... zu finden
Ergänzend gilt die Erläuterung der VwV-StVO zu § 2 (http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26012001_S32..., dort Randnummer 23), dass "die Führer mehrspuriger Fahrräder in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radwegs nach den Umständen des Einzelfalls nicht zumutbar ist (z.B. Radwege zu schmal für die Breite des Fahrrads) nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen."
Nicht nur, dass man im Velomobil schneller unterwegs sein kann, man darf auch noch sicherer auf der Fahrbahn fahren, sowas abba auch ;-)
Grüße, S.F.